Korona – ein Resumée

Nach Corona ist vor Corona.

Lange Zeit bin ich dem Irrtum erlegen, dass Corona in Konkurrenz zur Krise unseres Planeten steht, die man als Antropozän (Zeitalter des Menschen) bezeichnet, verursacht von den Menschen.

Jetzt habe ich verstanden, dass ich da einem Irrtum erlegen bin. Die Corona-Krise hat ihre Ursache in der komplexen (und von uns generierten) Todesspirale, in der sich unser Planet und damit auch wir uns befinden. Sie ist absolut Teil des Antropozän (und begünstigt durch menschliche Gier).

Das zeigen die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir mittlerweile zur Entstehung von Corona gewonnen haben. Und selbst wenn schnell die ersehnten Impfstoffe und Medizinen auf dem Markt kommen würden, wäre das wiederum nur ein Operieren am Symptom CORONA. Weil die Ursache damit nicht beseitigt werden würde und der nächste Virus irgendwann wieder kommen wird. Und wehe, wenn der nicht so harmlos ist, wie es Corona zu sein scheint.

Gestern jedoch – auf dem Höhepunkt der Corona-Krise – lese ich in in der SZ:

Autobranche will EU-Klimapläne bremsen

Da bin ich fassungslos. Haben die nichts verstanden? Kaum beginnt sich die Corona-Krise in Deutschland ein klein wenig zu entspannen, schon kommen die Lobbyisten aus ihrer Deckung.

Wann verstehen wir endlich, dass wir eine große Transformation brauchen, wenn wir nicht laufend weltweit und regional mehr und mehr in Krisensituationen geraten wollen, die zum Teil sehr viel fataler sein könnten als die aktuelle.

Und dass bei dieser Transformation die Zukunft unseres Planeten Priorität haben muss und nicht die wirtschaftlichen Interessen von singulären Branchen und Gruppen.

Das Virus sollte uns doch gezeigt haben, dass wir die Probleme nur mit Kooperation und nicht mit Konkurrenz lösen können. Das muss auch die Wirtschaft begreifen!

Wahrscheinlich hat Bertrand Russell das gemeint, wie er gesagt hat:

 

» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «

Der folgende Syllogismus erscheint mir so einfach:

Jeder Zuwachs an Technik bedingt eine globale Veränderung mit hohem Impakt.

Globale Veränderungen mit hohem Impakt erhöhen die Komplexität mit  impliziten hohen Risiken.

Stets wachsender Komplexität mit impliziten hohen Risiken kann man nur in globaler Kooperation begegnen.

Die Formel dafür heißt:
KRIEG ist ein NOGO;
Wachstum ist KEIN Ziel.
RESILIENZ geht vor EFFIZIENZ,
KOOPORATION vor KONKURRENZ,
TRANSPARENZ vor GEHEIMHALTUNG.

RMD

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Schlüsse aus Korona.

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ZUKUNFT #GLOBALISIERUNG: KRIEG ist ein NOGO; Wachstum KEIN Ziel. RESILIENZ geht vor EFFIZIENZ, KOOPERATION vor KONKURRENZ, TRANSPARENZ vor GEHEIMHALTUNG.

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