brand eins im Oktober

Letzte Woche kam das neue brand eins zu mir. Auf dem Titel ein Strichmännchen – ohne Nase, Mund und Augen dafür mit Buchstaben im Gesicht. So kann es mich nicht angrinsen, schaut aber trotzdem ganz lustig aus.

Im wörtlichen Sinne hat es im Gesicht geschrieben eine Botschaft:

ICH WILL MEHR!

Ich denke mir:

“WAS” willst Du mehr?

Mehr Geld, mehr Macht, mehr Sex? Oder auch nur mehr Ruhe und Schlaf. Oder mehr Wachstum?

Dann lese ich weiter. Unten auf dem diesmal – außer dem grünen brand eins – ganz einfach schwarz-weißen Titelblatt lese ich in roter Farbe:

Die Suche nach dem Sinn

Ich werde gleich wieder neugierig: Soll das eine Aufforderung sein, “Symplify your life” zu spielen und auf alles, was man nicht braucht, zu verzichten? Sich der täglichen Wachstums-Tretmühle zu verweigern und das Streben aufs Erreichen wirklich der sinnvollen Dinge im Legen zu konzentrieren. Und dann vielleicht auch noch Rückbau als Alternative zum Wachstum zu propagieren?

🙂 Kann doch gar nicht sein, ein Wirtschaftsmagazin darf doch nicht die Wirtschaft ruinieren!

Andererseits: Man kann ja auch nach dem Sinn suchen. In dem man z.B. auf der Wiesn erkundet, was sich auf dem Grund des Bierkruges verbirgt.

Ich bin gespannt und schaue hinein ins Oktoberheft zum Oktoberfest.

Das Vorwort von Frau Fischer beginnt mit Carpe Diem. Genieße den Tag.

Also Schluss mit der Arbeit und auf die Wiesn? Ist so natürlich nicht gemeint. Mir (als Fußball-Anhänger) fällt gleich die Bilanz von Borussia Dortmund auf. Eigentlich sollte so ein Unternehmen ja einen Sinn haben. Und trotzdem haben sie auch ein SCHWERES SPIEL.

Besonders gefällt mir die SELBST-BESTIMMUNG.  Da lese ich, dass Orientierung die Kernkompetenz des  21. Jahrhundert ist. Und die Frage wird gestellt, wo es lang geht, wenn jeder seinen eigenen Weg geht.

Da denke ich mir, dass ich weiter meinen eigenen Weg gehen werde.

🙂 Und auf jeden Fall selbstständig bleibe. Auch wenn das nur zu oft heißt, dass ich selbst arbeite und das ständig.

Dem brand eins wird ein solcher Kalauer natürlich nicht gerecht. Ich kann nur sagen, auf zum Kiosk und kaufen. Oder um Appetit zu bekommen, ins Internet gehen und das Inhaltsverzeichnis anschauen.

Gehe jetzt auf die Wiesn. Das Heft lasse ich daheim, damit es nicht fettig vom Hendl wird.

RMD

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