Fussball Vintage :-) Goldene Augsburger Zeiten

Von kjw
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Haben Sie am Wochenende auch die erste Runde des DFB Pokal-Wettbewerbs verfolgt? Ich habe von Freitag bis Sonntag gekuckt, natürlich auch das Spiel des FC Bayern in Erfurt und dabei musste ich zwangsläufig an ein Spiel vor 43 Jahren denken. Auch damals gab es schon Pokalsensationen – oder beinahe. Erinnern Sie sich auch noch? Es war am 16. Januar 1965 im Augsburger Rosenaustadion als die Schwaben im Pokal den SV Schalke 04 empfingen.

Klarer Favorit natürlich die Knappen mit ihren National- und Starspielern wie Hans Nowak, Friedel Rausch, Willi Schulz („Weltcup Willi“), Reinhold „Stan“ Libuda, Günther Herrmann oder Willi Koslowski. Denen standen die Schwaben Cracks Georg „Schorsch“ Mögele, Josef Mayer, Alfred Beyerle, Ferdl Schneider, Georg Schmid, Werner Sterzik, Horst Blechinger, Harry Sieber, Wolfgang Koubek, Hans Aurnhammer gegenüber – und Kurt Haseneder. Denn er war mit vier Toren der Mann dieses Spiels.

Bevor die Schalker wussten wie ihnen geschah, hatte Haseneder die Schwaben 2:0 in Führung gebracht. Koslowski und Nowak schafften den Ausgleich. Harry Sieber verwandelte einen Elfmeter und schoss sein Team mit 3:2 in Front, doch Koslowski glich in der 80. Minute aus.

Was dann passierte war unglaublich und ließ die 20.000 Besucher – es war bitter kalt, sonst wären vermutlich noch mehr gekommen – nur noch ungläubig den Kopf schütteln und jubeln. Nach zwei schnellen Toren unmittelbar nach Anpfiff der Verlängerung – 91. und 92. Minute – schossen die Schalker zwei Tore und es schien alles gelaufen.

Aber alle hatten die Rechnung ohne Haseneder gemacht: Zweimal schlug er noch zu und schaffte in der 103. Minute den Ausgleich. Leider reichte es nicht für die Sensation, denn die Routine der Schalker setzte sich gegen den Kampfgeist der Schwaben durch, die sich mit 5:7 geschlagen geben mussten.

An diesem Tag war nicht Schalke der Sieger (Meister) der Herzen, wie es viele Jahre später nach der verpassten Meisterschaft gegenüber den Bayern hieß, sondern Schwaben Augsburg, für die es der Kurtl fast alleine gerichtet hätte.

Übrigens einige Jahre später – damals war aus BCA und Schwaben schon der FCA geworden – spielte eine Journalistenmannschaft gegen „Altstars“ des FCA. Die Journalisten gewannen sehr überraschend 2:1. Mein Gegenspieler hieß – Kurt Haseneder. Und er hat kein Tor geschossen!

KJW

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