„Erbarmen“ – Jussi Adler-Olsen oder „Nichts für Klaustrophobe“

Von HPK
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Der dänische Thriller stand kurz auf dem 5. Rang der Spiegelbestsellerliste und belegte den 106. Platz bei Amazone.

„Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen  und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?“

Warum wird die attraktive, unbequeme Politikerin Merete Lynggaards unter grausamen Bedingungen gefangengehalten? Wer sind die Kidnapper? Hat sie eine Chance zu entkommen? Die Schilderung des humorig dargestellten, ungleichen Ermittlerpaars, des allseits frustrierten Kommissars, Carl Morck und seines exotisch-bizarr-rätselhaften Helfers, Hafez el-Assad, bildet ein effizientes Kontrastprogramm zum gespenstisch-qualvoll-haarsträubend-gruseligem, schier endlosem Leidensweg des Opfers.

Die Auflösung des plots ist überraschend, erfrischend geradlinig, damit auch etwas unspektakulär, jedoch vorstellbar und glaubhaft. Hier liegt, für mich, die hervorragende Qualität dieses spannenden Thrillers.

Der Helfer des Kommissars, Hafez el-Assad bleibt, auch am Ende, rätselhaft, geheimnisumwoben… An den Nebensträngen der Handlung hängen lose Enden… Der nächste Fall des Ermittlerteams ist wohl schon in Ausarbeitung. Man kann sich dem Eindruck nicht verschliessen, dass Stieg Larsson und Lisbeth Salander  schön grüssen lassen…!!!

Alles in Allem ist „Erbarmen“ zwar kein atemberaubendes Meisterwerk aber unbedingt ein Thriller, der dem Genre zu aller Ehre gereicht.

Das ist doch was!!!

HPK

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